ErstickenFoto: S. Schleicher / DRK e.V.

Ersticken

Durch Fremdkörper in Luft- und Speiseröhre, Schwellungen im Mund- und Rachenraum, beispielweise durch Insektenstiche und Ertrinken, besteht die Gefahr des Erstickens. Schnelles Handeln ist hier entscheidend. Welche Maßnahmen zur Anwendung kommen, ist davon abhängig, ob die betroffene Person noch sprechen, atmen und husten kann.

ErstickenFoto: S. Schleicher / DRK e.V.

Erkennen

  • Atemnot
  • Evtl. starker Hustenreiz
  • Pfeifendes Atemgeräusch
  • Blau- /Rotfärbung des Gesichtes
  • Evtl. fehlende Atmung

Maßnahmen 

Die betroffene Person kann sprechen, atmen und husten

  • Fordern Sie sie auf, kräftig zu husten
  • Bei ausbleibendem Erfolg: Notruf 112
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten
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Die Person kann nicht sprechen, atmen oder husten.

  • Die betroffene, nach vorne gebeugte Person bis zu fünfmal kräftig zwischen die Schulterblätter schlagen, um den Fremdkörper zu lösen.
  • Nach jedem Schlag kontrollieren, ob der Fremdkörper entfernt wurde.
  • Bei ausbleibendem Erfolg: Notruf 112.
ErstickenFoto: DRK / S.Schleicher

Wenn die betroffene Person zu ersticken droht

  • Der/die Helfende stellt sich hinter die betroffene Person.
  • Den nach vorne gebeugten Betroffenen mit beiden Armen von hinten um den Bauch fassen.
  • Eine geballte Faust im Oberbauchbereich unterhalb des Brustbeins platzieren (zwischen Nabel und Brustbeinende).
  • Die Faust mit der anderen Hand umfassen und bis zu fünfmal kräftig nach hinten oben ziehen.
  • Lässt sich die Atemwegsverlegung nicht beseitigen, müssen Rückenschläge und Oberbauchkompressionen im Wechsel durchgeführt werden, bis der Fremdkörper entfernt wurde oder der Rettungsdienst eintrifft.
  • Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung: Herz‑Lungen‑Wiederbelebung beginnen.

Insektenstiche im Mund-Rachen-Raum

Insektenstiche im Mund‑ oder Rachenbereich entstehen häufig durch das versehentliche Verschlucken von Insekten, beispielsweise Wespen oder Bienen. Durch das Insektengift können die Schleimhäute oder auch die Zunge anschwellen; die Atemwege verengen sich oder drohen vollständig zu verschließen. Es besteht akute Erstickungsgefahr!

DRK Mülheim an der Ruhr Erste Hilfe Ersticken
  • Notruf 112
  • Die betroffene Person Speiseeis oder Eiswürfel lutschen lassen, wenn schlucken möglich ist
  • Kühlung des Halses mit kalten Umschlägen oder in Tuch eingeschlagenen Eisbeutel bzw. Kühlkompressen
  • Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beruhigen, betreuen, trösten und beobachten
  • Bei eintretender Bewusstlosigket und fehlender normaler Atmung umgehend Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen
DRK Muelheim Erste Hilfe Rettung ErtrinkenderFoto: DRK e.V.

Rettung Ertrinkender 

(auf Eigenschutz achten!)

  • Rettung von Ertrinkenden (auf Eigenschutz achten!) Notruf 112
  • Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen