Foto: DRK Mülheim an der Ruhr…
Seit 2014 ist das DRK Mülheim an der Ruhr mit seiner Rettungshundestaffel in der Personensuche aktiv. Der Schwerpunkt liegt auf der Flächensuche und dem Mantrailing, aber auch die Trümmersuche steht regelmäßig auf dem Trainingsplan.
Grundlage für erfolgreiche Rettungshundearbeit sind die große Motivation und das starke Engagement aller Beteiligten – der Hundeführenden, ihrer Hunde und der unterstützenden Einsatzkräfte. Wöchentlich finden mindestens zwei mehrstündige Trainingseinheiten statt, ergänzt durch ganze Trainingswochenenden, um den hohen Anforderungen und der Verantwortung in Einsätzen zu jeder Tages- und Nachtzeit gerecht zu werden.
Allzeit bereit!
Neben Teamfähigkeit und sozialer Kompetenz sind sowohl körperliche als auch psychische Fitness essenzielle Voraussetzungen.
Zum Aufgabenprofil der Rettungshundeteams gehören auch Sanitätsdienste außerhalb der Personensuche. Zusätzlich zur DRK‑Grundausbildung werden die Hundeführenden daher zu Sanitätshelfern und -helferinnen ausgebildet.
Darüber hinaus müssen auch weitere Voraussetzungen erfüllt sein: Mobilität, ein tierschutzkonformer Umgang mit dem Hund sowie die Eignung des Hundes selbst. Neben der Motivation zur Nasenarbeit spielen dabei auch anatomische Faktoren eine Rolle. Unwegsames Gelände in der Flächen- und Trümmersuche oder kilometerlange Trails im Mantrailing schließen sehr große oder sehr kleine Hunde aus.
Unverzichtbar sind außerdem die Sozialverträglichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen sowie ein geeignetes Alter: Der Hund sollte bei Beginn der Ausbildung nicht älter als zwei Jahre sein.
Bei der Flächensuche sucht das Team in unwegsamem Gelände oder in großen Waldgebieten nach vermissten Personen und leitet bei Bedarf medizinische Hilfe ein. Die Hunde werden so ausgebildet, dass sie selbstständig ein Gebiet von etwa 30.000 m² nach menschlicher Witterung absuchen. Dabei müssen sie Personen anzeigen können – unabhängig davon, ob diese sitzen, kauern, liegen oder sich bewegen.
Beim Mantrailing sucht der Hund eine vermisste Person anhand ihres Individualgeruchs. Mithilfe eines eindeutig der vermissten Person zuzuordnenden Geruchsgegenstands kann der Hund die richtige Spur aus den zahlreichen Umgebungsgerüchen herausfiltern und ihr folgen. Er arbeitet dabei auf jedem Untergrund – ob Waldboden, Wiese oder Beton.
Die führende Person hat die wichtige Aufgabe, den Hund „zu lesen“. Das bedeutet, die Körpersprache und die Signale des Hundes während der Suche zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Beide sind über eine am Hundegeschirr befestigte Schleppleine miteinander verbunden.
Beide Sucharten unterstützen die Polizei bei der Vermisstensuche.