Der Rosenmontag in Mülheim steht traditionell für buntes Treiben, laute Musik und fröhliche Jecken entlang der gesamten Zugstrecke – in diesem Jahr trotz widriger Wetterbedingungen. Damit alle unbeschwert feiern konnten, war das DRK Mülheim erneut im Einsatz und sorgte dafür, dass im Ernstfall jederzeit schnelle Hilfe bereitstand.
Wer sich am Rosenmontag auf den Weg in die Innenstadt machte, brauchte vor allem eines: einen guten Schirm oder eine dicke Jacke. Es regnete – und zwar nicht zu knapp. Wer ohne Schutz loszog, war binnen Minuten klitschnass. Das hielt die Mölmschen Jecken jedoch kein bisschen davon ab, den Rosenmontagszug kräftig und ausgelassen zu feiern.
„Uss Mölm! Helau!“
30 Wagen und 15 Fußgruppen zogen über die rund 2,5 Kilometer lange Strecke, zwischen Schirmen und Regencapes flogen die Kamelle. Das Sessionsmotto „Dein Status ist uns ganz egal. Wir feiern mit dir Karneval!“ passte perfekt – am Straßenrand standen alle gleichberechtigt, bunt gemischt und trotz Regen in bester Laune beisammen.
Der Geändewagen der Wasserwacht des DRK führte den Rosenmontagszug an und aus seiner Lautsprecheranlage tönte laut und weithin hörbar „Helau“ Die mölmschen Tollitäten Stadtprinz Lucas Leonardo mit Stadtprinzessin Mady sowie Kinderprinz Fynn und Kinderprinzessin Marie ließen sich den Spaß durch den Regen nicht verderben. Mit viel Energie winkten sie in die Menge, verteilten Kamelle und sorgten dafür, dass auch die kleinsten Zuschauer ein Strahlen im Gesicht hatten, selbst wenn die Kostüme inzwischen eher wasserfest als glamourös wirkten.
Zuverlässig im Hintergund
Während die Jecken ausgelassen feiern konnten, lief im Hintergrund die Arbeit, die leicht übersehen wird – aber enorm wichtig ist. Das DRK Mülheim war mit sieben rettungsdienstlichen Einsatzfahrzeugen und 58 Einsatzkräften entlang der gesamten Strecke an 15 Standorten verteilt. Das Jugendrotkreuz hatte am Berliner Platz eine Kindersammelstelle eingerichtet um Kinder, die ihre Eltern in der Menge verloren, betreuen zu können. Die Gruppe Verpflegung stellte 150 Lunchpakete bereit und versorgte damit die DRK-Einsatzkräfte und die der freiwilligen Feuerwehr, und des Ordnungsamtes. Keine große Bühne, keine lauten Ansagen – einfach verlässliche Präsenz. Für den Fall, dass doch einmal etwas passiert.
Die Einsatzleitung konnte am Ende eine erfreuliche Bilanz ziehen: keine besonderen Vorkommnisse, keine großen Einsätze. Gerade bei so vielen Menschen auf engem Raum ist das bemerkenswert und zeigt, wie gut Vorbereitung, Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen funktionieren. Denn wenn es ruhig bleibt, ist das für Sanitäts- und Rettungskräfte immer der beste Ausgang.
Ein Riesendank geht deshalb an alle Einsatzkräfte, die im Hintergrund – zusammen mit Feuerwehr, THW, Ordnungsamt, MEG und Polizei – dafür gesorgt haben, dass die Mülheimerinnen und Mülheimer unbeschwert Karneval feiern konnten. Diejenigen, die aufgepasst haben, während andere gefeiert haben, die ihren Job gemacht haben. Verlässlich. Ruhig. Professionell.
Am Ende bleibt das Gefühl: Mülheim kann Karneval – selbst bei Regen. Und das DRK Mülheim sorgt dafür, dass es dabei sicher bleibt.
