· Pressemitteilung

Sommerhitze: So kommen Sie gut durch die heißen Tage

Foto: DRK

Tipps zum Schutz bei hohen Temperaturen und zum richtigen Handeln im Notfall

Hohe Temperaturen belasten den Körper stärker, als viele vermuten. Gerade an heißen Sommertagen kann Hitze schnell zur gesundheitlichen Gefahr werden – insbesondere für ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Umso wichtiger ist es, Warnzeichen ernst zu nehmen und sich selbst, Angehörige und auch Haustiere gut zu schützen.

Warum ist Hitze mehr als nur unangenehm?
Hitze ist nicht nur belastend, sondern kann den gesamten Organismus erheblich beanspruchen. Der Kreislauf gerät schneller an seine Grenzen, bestehende Erkrankungen können sich verschlimmern und im schlimmsten Fall drohen ernsthafte gesundheitliche Notfälle. Vor allem langanhaltende Hitzeperioden sollten deshalb keinesfalls unterschätzt werden.

Was hilft an heißen Tagen?
An heißen Tagen kommt es vor allem auf ausreichend Flüssigkeit, angepasstes Verhalten und möglichst wenig Belastung an. Es ist ratsam, regelmäßig zu trinken, körperliche Anstrengung während der Mittagshitze zu vermeiden und direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu meiden. Wer nach draußen muss, verlegt Aktivitäten am besten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.

Wie bleiben Wohnung und Körper möglichst kühl?
Damit sich Innenräume nicht unnötig aufheizen, sollte möglichst nachts oder in den frühen Morgenstunden gelüftet werden. Tagsüber helfen geschlossene Fenster, Rollos, Vorhänge oder andere Verschattungen dabei, die Wärme draußen zu halten. Auch leichte, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung im Freien sowie kühle Duschen oder kühle Arm- und Fußbäder können den Körper spürbar entlasten.

Warum brauchen Kinder bei Hitze besondere Aufmerksamkeit?
Babys und Kleinkinder reagieren deutlich empfindlicher auf hohe Temperaturen als Erwachsene. Ihr Körper kann Wärme noch nicht so gut ausgleichen, und auch ein Flüssigkeitsmangel macht sich bei ihnen schneller bemerkbar. Deshalb ist es besonders wichtig, auf regelmäßiges Trinken, schattige Aufenthaltsorte und angemessene Kleidung zu achten.

Worauf sollte man bei älteren Menschen besonders achten?
Ältere Menschen zählen bei großer Hitze zu den besonders gefährdeten Gruppen. Das liegt unter anderem daran, dass das Durstgefühl im Alter oft nachlässt und der Körper Hitze schlechter ausgleichen kann. Gerade alleinlebende, pflegebedürftige oder gesundheitlich vorbelastete Menschen brauchen an heißen Tagen deshalb besondere Aufmerksamkeit, regelmäßige Ansprache und Unterstützung.

Was gilt für Hunde und andere Haustiere?
Auch Haustiere leiden unter hohen Temperaturen. Sie brauchen jederzeit frisches Wasser, schattige Plätze und einen möglichst kühlen Rückzugsort. Spaziergänge mit Hunden sollten möglichst auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden gelegt werden. Besonders wichtig: Asphalt und Pflaster können sich stark aufheizen und schmerzhafte Verletzungen an den Pfoten verursachen.

Warum dürfen Tiere niemals im Auto bleiben?
Ein geparktes Auto wird schon nach kurzer Zeit zur lebensgefährlichen Hitzefalle. Die Temperaturen im Innenraum steigen sehr schnell an – mit ernsten Folgen für Menschen und Tiere. Deshalb gilt ausnahmslos: Tiere dürfen bei Wärme niemals im Fahrzeug zurückgelassen werden.

Welche Warnzeichen sollten ernst genommen werden?
Schwindel, Kopfschmerzen, starke Erschöpfung, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme können deutliche Hinweise auf hitzebedingte Beschwerden sein. Treten solche Anzeichen auf, sollte die betroffene Person sofort aus der Sonne gebracht, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Wenn sich der Zustand verschlechtert oder Unsicherheit besteht, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen oder im Notfall der Notruf 112 gewählt werden.

Was sind die wichtigsten Gegenmaßnahmen bei hitzebedingten Notfällen?
Bei hitzebedingten Beschwerden kommt es auf schnelles und besonnenes Handeln an.

Wichtig ist vor allem:

  • die betroffene Person unverzüglich in den Schatten oder an einen kühlen Ort zu bringen
  • enge oder belastende Kleidung zu lockern
  • für vorsichtige Abkühlung zu sorgen, zum Beispiel mit feuchten Tüchern oder kühlen Umschlägen
  • bei ansprechbaren Personen langsam Flüssigkeit zu reichen
  • den Zustand aufmerksam zu beobachten
  • bei starker Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Kreislaufzusammenbruch sofort den Notruf 112 zu wählen


Das DRK Mülheim bietet Erste-Hilfe-Kurse an, in denen unter anderem auch der Umgang mit Hitze- und Kälteschäden vermittelt wird. Dort lässt sich das richtige Handeln im Notfall auffrischen, vertiefen und praxisnah erlernen.
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