· Pressemitteilung

Mülheimer DRK-Kräfte unterstützen im Großeinsatz bei Bombensprengung in Moers

DRK Kreisverband Mülheim an der Ruhr e. V.

Ein Kampfmittelfund in Moers forderte am 27. Mai den massiven Einsatz von Rettern über die Stadtgrenzen hinweg. Da lokale Kapazitäten bei der Evakuierung von mehr als 3.000 Menschen nicht ausreichten, folgten ehren- und hauptamtliche Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Mülheim dem Ruf der überörtlichen Hilfe.

In Moers-Mitte war eine amerikanische Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe entdeckt worden. Aufgrund eines stark beschädigten Zünders war eine Entschärfung unmöglich – die Bombe musste vom Kampfmittelräumdienst kontrolliert gesprengt werden. Rund 3.000 Anwohner mussten den 800-Meter-Sperrkreis umgehend verlassen.

Logistischer Kraftakt

Die besondere Brisanz des Einsatzes: Mitten im Evakuierungsgebiet befanden sich das Krankenhaus Bethanien sowie ein Seniorenstift. Über 600 vulnerable Personen, darunter Intensivpatienten und pflegebedürftige Senioren, mussten in Sicherheit gebracht werden.

Das DRK Mülheim unterstützte hierbei mit kritischer Infrastruktur: Ein Patiententransportzug (PTZ10) sicherte die medizinisch überwachte Verlegung bettlägeriger Patienten. Parallel halfen die Mülheimer beim Aufbau und Betrieb eines Betreuungsplatzes (BTP 500 NRW), um bis zu 500 unverletzte, aber verunsicherte Evakuierte aufzunehmen und menschlich zu betreuen.

Gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen bildeten die Mülheimer Einsatzkräfte das Rückgrat dieser Großevakuierung, sodass die Sprengung am Abend erfolgreich und ohne Personenschäden verlief. Ein Beweis für den verlässlichen Zusammenhalt im Katastrophenschutz – gerade dann, wenn es für die Schwächsten am wichtigsten ist.

Ein herzlicher Dank geht an alle Einsatzkräfte, die mit vollem Einsatz für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierung und der Betreuung der Betroffenen gesorgt haben.