Das medizinische Fachpersonal des DRK wird die medizinischen Teams des IKRK, bestehend aus Chirurgen, Anästhesisten sowie spezialisierten Pflegefachkräften, verstärken. Die Teams werden in Krankenhäusern eingesetzt, die Verwundete aus den Kampfgebieten in und um Mossul versorgen. „Ziel ist es, die Einrichtungen in der Region zu stärken, um die medizinische Versorgung einer höheren Anzahl an Patienten gewährleisten können“, sagte Johnen. Damit hat das DRK sein Personal im Rahmen der Nothilfe im Irak auf aktuell sieben Mitarbeiter erhöht. Neben der medizinischen Hilfe unterstützen die DRK-Helfer bereits seit vergangenem Herbst gemeinsam mit dem Irakischen Roten Halbmond die Versorgung der Geflüchteten mit Trinkwasser und Hygiene-Artikeln, insgesamt stehen hier Hilfsgüter für bis zu 54.000 Familien bereit. Zusätzlich werden Decken sowie Küchensets, Kerosinöfen und Wasserkanister in Flüchtlingscamps und -unterkünften verteilt. Finanziert werden die Hilfen mit Spenden und Mitteln des Auswärtigen Amtes.
Die humanitäre Lage im Irak ist ohnehin angespannt: Zu den aktuell 3,1 Millionen intern Vertriebenen kommen 233.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Syrien hinzu, welche teils seit mehreren Jahren in Camps und provisorischen Unterkünften im Irak untergebracht sind und ihre Ressourcen restlos aufgebraucht haben.
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